Münstergass-Märit Münstergasse
3000 Bern (CH)
Samstag Morgen 7:00-12:30

Partridges Food Market
2-5 Duke of York Square
London SW3 4LY (UK)
Saturday 10am-4pm

Borough Market
London Bridge
London SE1 1TL (UK)
Thursday 11am-5pm
Friday 12pm-6pm
Saturday 8am-5pm

hof[a]jumi.lu

links:
jumilondon
baerendraeck

Ja weisch das sind zwe vo Jumi!

23. März 2012, Neue Zürcher Zeitung

Die Geschmacks-Tüftler

Wie das jugendliche Berner Unternehmen Jumi mit rustikalen Delikatessen Tradition und Innovation verbindet

Qualität braucht ihre Zeit: Im Jumi-Keller in Böll (BE) reifen Käse und Trockenfleisch heran. (Bild: NZZ / Christoph Ruckstuhl)ZoomQualität braucht ihre Zeit: Im Jumi-Keller in Böll (BE) reifen Käse und Trockenfleisch heran.(Bild: NZZ / Christoph Ruckstuhl)

Ein Bauer und ein Käser suchen mit einem Mix aus altem Handwerk und unorthodoxen Methoden nach neuen Geschmackserlebnissen. Mit Erfolg: Der Ruf von Jumi reicht heute weit über die Berner Gastroszene hinaus.

Adrian Krebs

Wer Jumi erleben will, der sollte am besten an einem Samstagmorgen in der Berner Münstergasse anfangen. Was hier 2006 mit zwei Tischli und einem Bambusschirm begann, hat sich zu einer kulinarischen Wagenburg entwickelt. Schon von weitem erkennt man, wo das Jungunternehmen mit Emmentaler Wurzeln die Ware anpreist. Menschentrauben drängen sich an den beidseitig installierten Theken, auf dem Kopfsteinpflaster dazwischen gibt es kaum noch ein Durchkommen.

Links preisen ein paar leutselige junge Burschen in Wollmützen und schwarzen Gummihandschuhen Fleisch an, das den karnivoren Chronisten sofort in den Bann zieht. Stünde da nicht im Rücken ein ebenso fröhlich beworbenes Käseangebot, das die sofortige Aufmerksamkeit verlangt, hätte man wohl schon ein T-Bone-Steak in der Einkaufstasche.

Aber gemach, hier geht alles mit der Ruhe, wir sind ja in Bern. Zuerst ein bisschen probieren und Namen studieren. «Schuhsohle», «Dürebirot», «Heilige Pesche». Was nach der Getränkekarte einer Szenebar tönt, ist tatsächlich das Trockenfleisch-Sortiment am Jumi-Stand und öffnet geschmacklich ein weites Panorama. Die phantasievolle Nomenklatur ist ebenso typisch für das Unternehmen wie das jugendliche Alter des Verkaufspersonals. So klischeehaft es tönen mag: Hier scheinen alle miteinander befreundet zu sein und ihren Spass zu haben an qualitativ hochstehenden Lebensmitteln.

Das Trockenfleisch «Dürebirot» von Jumi (Bild: NZZ / Christoph Ruckstuhl)Zoom

Das Trockenfleisch «Dürebirot» von Jumi. (Bild: NZZ / Christoph Ruckstuhl)

«Es muss rocken auf dem Markt», sagt Jürg Wyss ein paar Tage später im «Bären» Boll und lacht. Jumi sei schon ein bisschen wie eine Familie. Nicht jeder passe da rein. Jumi-Karrieren begännen meistens auf dem Markt, dort zeige sich immer schnell, wer geeignet sei, in der ziemlich unüblichen Firmenkultur zu gedeihen. Die Gründerväter waren Wyss (Ju) und sein Kollege Mike Glauser (Mi). Der Jungbauer aus Gysenstein und der angehende Käser aus Oberhünigen lebten auf zwei gegenüberliegenden «Högern» im Emmental. Abends traf man sich jeweils im dazwischen liegenden Konolfingen. Die Gespräche der beiden Mittzwanziger drehten sich oft bis tief in die Nacht immer wieder um Käse, Fleisch, Qualität und die Marktnischen. Die Geburtsstunde der Firma im Jahr 2006 war sodann nicht mehr fern.

Der Markt als Barometer

Heute ist Jumi nicht nur an der Münstergasse eine etablierte Grösse: Die Belper Knolle und alle anderen Jumi-Spezialitäten findet man unterdessen auch auf zwei Londoner Märkten und den Käseplatten von allerhand angesehenen Gastrobetrieben. Derweil reihen die Jumi-Käse- und -Fleisch-Buffets am Fernsehen, am WEF in Davos, an ATP-Tennisturnieren, aber auch an Emmentaler Geburtstagspartys einen erfolgreichen Auftritt an den anderen.

Die Erfolge verdiente sich die Familie bei aller Lockerheit mit viel Arbeit und einem ausgeprägten Innovationsdrang. In der Pipeline befinden sich stets allerhand Neuigkeiten. «Chli pröble» tue er halt gerne, meint Fine, der in Italien ausgebildete Gastrowissenschafter, Koch und Jumi-Produkteentwickler. Im Moment testet er die Käse-Affinage im Biertreber, im Heu oder im Tannenreisig und die Trockenfleisch-Reifung im Kakao. Ob es klappt, weiss er noch nicht.

Fine Fuhrer und Jürg Wyss mit einer Auswahl ihrer Spezialitäten (Bild: NZZ / Christoph Ruckstuhl)Zoom

Fine Fuhrer und Jürg Wyss mit einer Auswahl ihrer Spezialitäten. (Bild: NZZ / Christoph Ruckstuhl)

Gescheiterte Experimente sind aber kein Problem. Ohne Sentimentalität werden Produkte, die an der Münstergasse durchfallen, wieder aus dem Sortiment geworfen. «Der ist ideal als Barometer für den Verkaufserfolg», sagt Wyss, «hier werden Trends gesetzt, während die Restaurants eher darauf reiten.» Sagt’s und serviert nebenbei ein paar betörende Mariages: den Hartkäse Span mit Trüffelhonig, den Weichkäse namens Abendrot mit Fines Früchtebrot und schliesslich einen weiteren Weichkäse, garniert mit einem Scheibchen ganz eingelegter Baumnuss. Lauter Jumi-Innovationen, die bleibende Erinnerungen im Gaumen hinterlassen.

Bei der Herstellung der Delikatessen setzt Jumi auf bewährtes Handwerk. Die Käse werden in den zwei Betrieben von Mikes Vater und drei weiteren typischen kleingewerblichen Käsereien aus dem Kessi gezogen. Das Fleisch stammt von Piemonteser Rindern, die Jumi von 13 Vertragslandwirten nach genauen Vorschriften, die bis zur Zusammensetzung der «Henkersmahlzeit» reichen, mästen lässt, während der pensionierte Metzger Walter Wittwer, mit Abstand der älteste Jumi-Mitarbeiter, für die fachmännische Zerlegung besorgt ist.

Selbst hier ist die Crew ständig auf der Suche nach Neuem. Voller Freude zeigt uns Wyss ein handflächengrosses Stück Fleisch. Das «Müskeli» heisse Spinne, stamme aus dem Becken und werde normalerweise nicht separat herausgeschnitten, berichtet er. Jumi-Kunden aber bekommen so etwas, und sie danken es mit reissendem Absatz.

Von der GmbH zur AG

Was die Organisation angeht, hat der Freestyle seine Grenzen. Mittlerweile ist Jumi zur AG avanciert. Zum erlauchten Kreis gehören sechs Aktionäre, neben den Gründern vier weitere langjährige Mitglieder der Belegschaft. Voraussetzung für den Mitbesitz ist Mitarbeit im Betrieb. Zu diesem gehört seit einer Weile auch der «Bären» Boll und seine gastronomische Nutzung. Am neun Meter langen Tisch gibt’s einmal im Monat «Fleischiges und Käsiges rund um Jumi», mit Abstechern in den Käsekeller und die Küche. Auch vor diesem Betriebszweig hat die kreative Jumi-Nomenklatur nicht haltgemacht. Er läuft unter dem Label Bärendreck.

ein käseuniversum

Sarah’s Dairy Diary

From the cheese stand to the cheese dairy: after three busy before-christmas weeks at the Borough Market in London and relaxing holidays in Austria I’m back in Switzerland and just made my first trip to the Jumi dairies. It’s the early bird that catches the worm – and the early girl who catches a glimpse of how hundres of liters of finally turn into over 100 kilograms heavy Emmental wheels. Considering that not everybody is willing to get up at 5.00 in the morning and does get chance to walk right into a cheese dairy, I’ll sum up what I’ve learned during the day.

My day starts at the dairy in Oberhünigen which is run by Urs and Dora , the parents of who is the „mi“ of „Jumi“. When I get to the dairy the milk from the evening before is already there, waiting in a huge copper vat. Just a few minutes later the farmes arrive with their milk cans filled to the brim with fresh morning milk, which is first weighed and controlled, then mixed with the milk from the day before and heated to about 31 degrees Celsius. One hour after the rennet and lactic bacteria have been added you can already tell the milk is turning into cheese. Then the curd has thickened enough to be cut into tiny grains using a cheese harp. In doing so the cheese is seperated from the whey which is pumped down and reused to produce biogas. When the curd is cut finely enough it is pressed into big moulds.

copper vat with cheese curd being cut by cheese harps

After a bath in saltwater and a few days of rest on wooden shelves in a cooler cave the wheels are taken to an about 20 degrees Celsius warm humid cave, where a second fermentation takes place and the Emmental gets its famous holes due to the gas produced by the bacteria. Afterwards it is either matured for about 5 months (mild Emmental) or up to 22 months (mature Emmental). Besides the most popular Swiss cheese the dairy in Oberhünigen also produces the semi-hard Aarewasser, the soft and goats cheese like or as well as butter and yogurt.

smearing the cheese

young emmental wheels

The next stop on my cheese journey is the dairy in Steinen, where Schlossberger, Hanfmutschli, Àpres Soleil, Cironé, and Raclette are produced. The first thing that attracts my attention is the huge cheese press in which hard cheese is pressed into form releasing water and whey. Mr. Glauser explains to me that the hardness of the cheese is determinded by temperature, intensity and compression duration. For soft cheese like the Hanfmutschli no machine is used. The cheese curd is simply poured into little buckets with tiny holes, through which water and whey are released by the own weight of the cheese. In order to release as much as possible the cheese curd has to be turned regularly. I learn that one third of the Emmental is made up of water, whereas a soft cheese even consists 50 % of water.

The third dairy I visit does not produce cheese anymore, the site in is nowadays used for cheese maturation – which is acutally as interesting as the production process itself. Just imagine vast amounts of cheese wheels sitting on wooden shelves waiting to be smeared once a week by the artisan with pure water and then being returned to the shelves wet side up ripening in the cave for up to three years. The look of a cheese cave is surely impressive, but its smell is even more striking. The amount of ammoniac in the air gives me sort of a nose douche. Time to leave the cave and enter the kitchen for some lunch – artisan cheese production makes hungry.

z Düre-Bi-Rot

üse fine isch dä morge wieder einisch nümm z finge gsy, uf schlichi simmerim aber schlussändlich drotzdäm cho: är het grad wieder e ganze cheib vou Düre-Bi-Rot übertah! Izz muess das zwar no es zittli i tröchnigsruum aber ig gnke das git wieder einisch ä gueti sach! süsch chömet de wider mau öpis cho schnouse id münschtergass ufe ..

Käseräuber in Grönland bei frischer Tat ertappt

Martin und ich waren letztes Jahr vier Wochen in Grönland unterwegs – je hälftig mit den Kajaks und zu Fuss. An einem regnerischen und windigen Tag schlich sich ein Polarfuchs zu unserem Zelt und es gelang ihm, einen ganzen Plastiksack voller Käse von euch unter dem Vorzehlt hinauszuziehen. Wir bemerkten zum Glück das ruckelnde Zelt und Martin schnürte schläunigst seine Bergschuhe, um dem davoneilenden Fuchs den Käse wieder abzuluchsen, was auch gelang. Kaum waren wir wieder im Zelt, hörten wir den Fuchs in der Nähe, und als wir hinausschauten, hatte er unser einziges Stück Walliserkäse – der harte, salzige – im Maul, welcher in der vorangehenden Jagd aus dem Sack gefallen sein musste. Martin nahm nochmals die Jagd auf, doch der Fuchs konnte mit diesem Stück Käse entwischen. Wahrscheinlich hat er es für den nächsten Winter als Vorrat vergraben. Und wir denken, dass er sich besser ein Stück Aarewasser geschnappt hätte, welches weniger salzig und ihm deshalb wohl besser gemundet hätte. (von Monica link: www.beaufort-6.ch)

izz doch no es foto vo madrid inklusive mike

und sie lebt noch immer …

z wasser wird wärmer ir aare!

so geht es wenn man zuviel los hat, da bleibt der blog einfach liegen..wir möchten aber der welt der käseliebhaber die highlights der letzten wochen nicht vorenthalten deshalb voilà:

viel käse, kaputte füsse, bärnu&lu und ein bisschen tennis in STUTTGART am porschetennisturnier der damen. viel käse, kaputte füsse, &vero und ein bisschen tennis in MADRID am atp tennisturnier der herren, &li schmeissen die party dort unten noch ein paar tage weiter. dann viel käse, ein bisschen wurst, kusi&lu und aprilwetter an der fête du fromage in GRUYERE, hier und da ein lustiges büffet, der münstergassmärit i BÄRN CITY rockt auch noch jede woche und walid verschwindet jetzt dann gleich nach ÖSTERREICH an einen käsemarkt..

pour ceux qui souhaiterai plus de fromage, for all who want some more of our cheese, für die wo no nid gnue hei: chaque samedi from 7-12 am ufem münstergass- in bärn!!