Chässchloss Glauser
Vergangene Woch wurde ich auserwählt dem Chässchloss z`Belp einen Besuch abzustatten um den Ursprüngen von Mürgu, Schafseckli, Blaus Hirni, vo der Knolle und Früchterolle auf die Spur zu kommen. Der Schlossherr Peter empfängt mich des morgens früh um Sieben ganz ohne Mürgel-Gsicht. Seine Elfen sind schon am zaubern. Peter und ich fahren als erstes zum Bauern die Milch holen. Die Dorfstrasse entlang, zweimal um die Eck sind wir schon mitten auf dem Bauernhof. Das nenn ich Regionalität. Bauer Jürg empfängt uns, seine Wiesendamen hingegen – der Jahreszeit entsprechend noch im Stall – schenken uns zufrieden wiederkäuend keinerlei Aufmerksamkeit. Ihr Teil der Arbeit ist erledigt und ihr kostbarer Saft im Tank? Nein! Die frische Milch kommt, statt in die Kanne, direkt in die Wanne.
Jürg wird zum Käser: Eine Prise mikroskopisch kleiner Milchsäureproduzenten da, ein paar Tröpflein Lab dort und eine handvoll Hokuspokus: fertig ist die Chäsgallert. Der Bauer käst und wir nehmen statt frischer Milch bereits in Würfel geschnittenen Chäsbruch mit.

In der Sennerei wird die Gallerte zum Abtropfen in Tücher geschöpft. Fertig?!
Nein, jetzt fängt die Arbeit erst an, die Arbeit der Elfen, die behände unzählige Kugeln formen und in feinen Pfeffer kleiden. Das schwarze Gold des Schatzmeisters.
Ganz unscheinbar und nebenher sind Elfen und Wichtel am Joghurt abfüllen, Früchterollen einkleiden, waschen und putzen. Die flinken Elfen schaffen Hand in Hand und nebeneinand. Das Schloss glänzt zu allen Zeiten auf wundersamste Weise.
Eines ist mir auf meinem Ausflug in die sagenumwobene Welt des Glausers klar geworden: das Chässchloss ist klein aber oho! Dort werden tagtäglich allerHand Gaumenfreuden gezaubert!
.. und die Moral von der Geschicht: missachtet kleine Wunder nicht!
Von Trollen und Knollen
Es war einmal…
…in einem gar nicht so fernen Land, da lag der G’schmack von Pfeffer und Knoblauch in der Luft. Alle Wochen produzieren hier die fleissigen Hände der Elfen in liebevoller Handarbeit viele tausend Knollen. Ihre gehörnten Wiesendamen spenden das weisse Gold, das die Elfen täglich zu Frischkäse verarbeiten. Verfeinert mit frischem Knoblauch rollen sie die Kugeln und hüllen die noch schneeweissen Knollen in ihren schwarzen Mantel aus Pfeffer und Himalayasalz.
Einige Knollen werden von den Bewohnern sogleich frisch verzehrt. Die frischen Knöllchen werden von vielen Bewohnern des Landes heiss begehrt. Sie haben einen dunklen Stein mit einem knollengrossen Loch eigens aus ihrem Gebirge geholt, um darin die Knolle zu schmelzen und sich anschliessend auf der Zunge zergehen zu lassen.
Für alle, die den ersten Ansturm überleben, beginnt eine Reise zu einer, eigens für die Knollen gebauten Höhle. Dort kümmern sich die bemützten Trolle um die Knolle. Wie es in der Höhle genau aussieht, verraten uns die Trolle nicht. Man munkelt, es sei ein kalter, zugiger Ort, wo die Knollen für einige Wochen trocknen würden. Nunmehr hart und würzig-scharf werden sie von den Knollenfeen einzeln verpackt, mit einer goldenen Schleife versehen und in die ganze Welt verschickt. In Nah und Fern wird sie nun gehobelt genossen.
und wenn sie der Knolle nicht überdrüssig sind, dann produzieren sie noch heute…
Ein Blick in das Knollen-Land http://www.belperknolle.ch/









